Immer wieder bin ich überrascht, was Menschen in Zügen, Bussen oder Straßenbahnen für alle rundherum hörbar ins Telefon sprechen. Gestern war es einmal wieder soweit, dass ich unfreiwilliger Ohrenzeuge eines privaten Gespräches wurde.

Nur das Positive zählt

Eine ca. 30-jähre Frau unterhielt sich am Mobiltelefon mit einer ihr offensichtlich eng verbunden Person. Sie war sehr engagiert und sichtlich erregt erklärte sie, dass ihr Therapeut empfohlen habe, alles Negative aus ihrem Leben zu verbannen. Sie solle sich nur noch mit positiven Sachen und Menschen beschäftigen, alles andere würde ihr das Leben nur schwer machen. Vielleicht kennst Du diese Idee und Empfehlung auch, denn dieser Ratschlag wird nicht nur von Therapeuten gegeben, sondern häufig auch von Coaches und spirituellen Lehrern und Lehrerinnen.

Es erinnert mich ein wenig an die evangelikale Gruppe meiner Kindheit, der meine Eltern angehörten. Diese forderte auch dazu auf, die Familie, Freunde oder Verwandte zu „verstoßen“, wenn diese sie in ihrem Bestreben, dem Herrn zu dienen, nicht unterstützten oder gar ganz anderer Meinung waren. Zum Glück hielt diese Idee nie Einzug in das Verhalten meiner Eltern und doch kenne ich einige Fälle, die dies konsequent durchgezogen haben. Freundschaften und Ehen scheiterten, Eltern wollten mit ihren Kindern nichts mehr zu tun haben und umgekehrt.

Ich stelle diesen Negativ-Verdrängern gerne einige Fragen, die ich mit dir jetzt gerne teile:

  1. Was löst dieses vermeintlich Negative, dass du einigen Menschen zuschreibst, für Gefühle bei dir aus?
  2. Was wäre, wenn es eine Aufgabe im Leben ist, mit diesen negativen Menschen und Ereignissen umgehen zu lernen?
  3. Wenn jede und jeder und alles mit allem verbunden ist, ist dann nicht das sogenannte Negative auch ein Teil von dir?
  4. Was ist das Positive im Negativen?
  5. Was hättest du in deinem Leben nicht gelernt, wenn es das Negative nie gegeben hätte?
  6. Ist das Annehmen und Akzeptieren von Negativem, und damit vor allem auch anderen Meinungen, nicht ein Zeichen der Autonomie und Freiheit? Ein Beweis, dass du nichts aus deinem Leben aussperren musst?

Wo Licht ist auch Schatten

Überlege einfach mal, ob es wirklich sinnvoll ist, das Negative aus deinem Leben zu verbannen. Wie würde sich dein Leben verändern, wenn du die Vielfalt und Polarität annehmen könntest?
Mit meiner Einstellung, dass das Leben ist wie es ist und ich es nehmen kann wie es kommt, geht es mir seit vielen Jahren sehr gut und ich kann das Leben genießen.


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