Als Glücksphilosoph begegnet mir das Thema Geld und Glück immer wieder. Viele Menschen fragen mich, ob Geld denn glücklich mache. Meine Antwort ist immer eine Sokratische. „Macht es dich glücklich?“, frage ich zurück und blicke in der Regel in große, überraschte Augen.

Geld macht nicht glücklich ( Photo credit: Mark Hodson Photos / Foter / CC BY)

Geld macht nicht glücklich ( Photo credit: Mark Hodson Photos / Mark Hodson Web / CC BY)

Zu meiner Familiengeschichte gehört es, dass ich väterlicherseits von einer Unternehmerdynastie abstamme, die seit den1840er Jahren über hundert Jahre lang mehrere Konditoreien betrieben. Das erklärt auf der einen Seite meinen Hang zu Mehlspeisen, Schokolade und Süßem an sich. Auf der anderen Seite lehrte mich die Familiengeschichte, die zu gleich auch ein Stück Zeitgeschichte ist, dass nichts vergänglicher ist, als materieller Erfolg. Ich sehe Geld und materiellen Erfolg eher entspannt. Diese Einstellung habe ich meinem heute 87-jährigen Vater zu verdanken, der diese These aufgrund unserer Familienvita für ganz natürlich erachtet. Geld oder materieller Reichtum sind nicht unbedingt meine Hauptmotivatoren im Leben, deswegen kann ich auf die Frage, ob mich Geld glücklich macht, mit einem eindeutigen NEIN antworten.

So weit so logisch und nachvollziehbar und von ca. 90% meiner Umgebung auch als für sie gültige Aussage akzeptiert. Leider ist die Welt aber nicht ganz so einfach, sehen wir doch tagtäglich, wie Menschen dem „schnöden Mammon“ nachlaufen. Wie sie versuchen, genug Geld zu verdienen, um mindestens zweimal im Jahr in den Urlaub fahren zu können, oder um sich den Mittelklassewagen, der grenzenlose Mobilität und Freiheit verspricht, zu leisten. Andere wiederum kämpfen täglich damit, ihren finanziellen Mangel zu verwalten und zu überleben. Geld spielt in der aktuellen politischen Diskussion eine sehr dominierende Rolle. Eines steht offensichtlich fest: Geld erfüllt in unserer Welt eine wichtige Funktion. In Geld wird der Wert meiner und der Arbeit aller gemessen, ob es dabei immer gerecht zu geht, ist nicht Thema des heutigen Artikels und soll auch nicht von der Frage nach dem Geld und dem Glück ablenken.

Es gibt in der Zwischenzeit viele Bücher, die sich mit dem Zusammenhang von Geld und Glück auseinandersetzen. Untersuchungen der Verhaltensökonomie und der Neurowissenschaften werden ausgewertet und beurteilt, eingeordnet und interpretiert. Sie können überall nachlesen, dass ab einem Einkommen von ca. 75.000 Euro das Glück des Einzelnen nicht mehr signifikant steigt. Sie können auch nachlesen, dass es wichtig ist, wofür Sie Ihr Geld ausgeben, ob rein egoistisch zum eigenen Spaß oder doch auch für andere oder für Aktivitäten mit anderen. All dies scheint sich mit unserer wahrgenommen Lebenssituation zu decken. Der Großteil würde mir bestätigen, dass er bei einem Nettoeinkommen von 75.000 Euro echt glücklich wäre, denn die meisten Menschen verdienen diese Summe leider nicht. In meiner Wahlheimat Österreich liegt das Medianeinkommen bei 1.808 Euro Netto im Monat, da ist noch viel Luft nach oben, bis das Level für das ultimative nicht mehr steigerbare Glücklichsein erreicht ist.

„Geld macht nicht glücklich, aber auf seidenen Kissen weint es sich leichter“, dieser Ausspruch, leider ist mir der oder die UrheberIn entfallen, ließ mich einfach nicht los und ich analysierte die Studien etwas genauer. Wenn man die Menschen nicht nach dem Glück, sondern nach der Zufriedenheit mit ihrer momentanen Situation fragt, sieht die Welt ganz anders aus. Erst ab einen Einkommen von 150.000 Euro fühlen sich die Menschen wirklich zufrieden. Wie man anhand dieser Statistik sieht, ist das mit dem Geld und dem Glück nicht ganz so einfach zu beantworten. Es ist allerdings immer besser, etwas mehr, als zu wenig zu haben, denn mit Geld lassen sich zum Beispiel gesundheitliche Probleme leichter lösen als ohne. Und so gibt es eine ganze Reihe von Situationen und Ereignissen, in denen das Leben leichter wird, wenn man über genügend finanzielle Ressourcen, also Geld, verfügt. Geld macht nicht glücklich, es schadet aber auch nicht, wenn Sie es haben. Das richtige Maß für sich selber müssen Sie finden und die Frage, ob es glücklich macht, können nur Sie für sich entscheiden.

Wie Sie reich wie ein Scheich werden, kann ich Ihnen nicht erklären und habe dafür auch keine Tipps parat, denn, wie Sie schon wissen, ich sehe das mit dem Geld eher entspannt. Es kommt, es geht und manchmal bleibt es auch.

Happy Me - Der Glücksphilosoph

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