silvesterIm Jahr 2011 schrieb ich Ihnen um diese Zeit von der Bedeutung, die Weihnachten in meinem Leben hat, und wie sich diese durch meine Enkeltochter noch verstärkt hat.

Heute will ich meine Gedanken zum Jahresausklang mit Ihnen teilen. Ich hatte beruflich im vergangenen Jahr Kontakt zu Tausenden von Menschen, die sozial engagiert sind oder sich um Tiere in Not kümmern. Es waren berührende, lustige und nachdenkliche Gespräche, die ich führen durfte. Eines steht für mich dabei fest: nur wenige haben mich kalt gelassen. Ich denke da an die 90-jährige Dame, die unter Tränen von dem Tod ihres geliebten Mannes erzählte. Die Mutter, die sorgenvoll über die Zukunft nachdachte, da ihre Tochter arbeitslos ist und die Hoffnung auf eine Arbeit immer stärker schwindet. Den Vater, der die berührende Geschichte seines Kindes erzählte, das todkrank der ganzen Familie Mut machte und optimistisch seine positive Sicht auf die Welt darstellte. All diese Gespräche haben mein Denken in diesem Jahr beeinflusst. Sie haben mich sensibler gemacht für die Nöte und Ängste der Menschen. Sie haben mein Wissen auf das Thema Glück zusätzlich bereichert und den Blick darauf noch geschärft. Sie haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, den Mut nicht zu verlieren und für andere da zu sein. Ich habe hautnah erfahren, wie wichtig das gemeinsame Teilen von Freude für viele Menschen ist und wie viel Glück und Zufriedenheit es in das Leben der Menschen bringt.

Gerade in einer schwierigen und unsicheren Zeit, wie die momentane von vielen Menschen empfunden wird, ist es wichtig, seine Mitmenschlichkeit und seine Solidarität mit jenen zu zeigen, mit denen es das Jahr 2012 nicht so gut gemeint hat. Vor wenigen Tagen erst, als ich im Schlossgarten von Schönbrunn mit meiner Frau spazieren ging, wurde mir dies wieder bewusst gemacht. Ein Verkäufer des „Augustin“ (Der Obdachlosenzeitung in Wien) stand unbeholfen und frierend etwas abseits des großen Menschenstromes. Fast scheu und ängstlich wirkte er auf mich. Er zögerte, auf uns zuzugehen, obwohl ich ihm mit einem offenen, freundlichen Blick dazu einlud. Da fasste sich letztlich ein Herz, ging uns ein paar Schritte entgegen und fragte, ob wir nicht etwas Geld für ihn hätten. Natürlich hatten wir. Erst suchte ich in meiner Geldbörse nach Kleingeld, hatte aber nur noch 60 Cent und meine Frau hatte gar keine Münzen eingesteckt. Er signalisierte mir, dass diese 60 Cent für ihn mehr seien als gar nichts und er sich darüber freuen würde. Diese kleine Gabe brachte ich aber nicht übers Herz. Als ich ihm dann einen 5 Euro Schein in die Hand gab – es war genau die Hälfte der Barschaft, die wir eingesteckt hatten -und ihm einen schönen Tag wünschte, bedankte er sich mit Tränen in den Augen und mich leicht anstupsend für die – aus seiner Sicht – wohl großzügigen Spende. Seine feuchten Augen machten uns schlagartig sehr betroffen. Es machte mich auf der einen Seite sehr traurig, dass es Menschen hier in meiner Wahlheimat Wien gibt, die nicht wissen, wie sie ohne die Hilfe anderer überleben würden. Auf der anderen Seite stellte ich aber fest, dass es gut war, dass er uns um eine Gabe gebeten hatte, denn ich konnte gar nicht anders, als ihm zu helfen. Es wäre wider meine Natur gewesen, diesen verängstigten, scheuen Mann in seiner Not alleine zu lassen. Gleichzeitig habe ich gespürt, dass dieser Augenblick sowohl für ihn als auch für uns etwas Wärmendes und Schönes mit sich gebracht hatte. Auch wenn dies genau besehen ja nur eine kleine Geste der Nächstenliebe und der Achtsamkeit für die Bedürfnisse eines anderen gewesen war, so hat sie doch in diesem Moment unser Leben reicher, lebenswerter und heller gemacht. Ganz in diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Jahr 2013 – 365 warme und helle Tage.

Happy Me - Der Glücksphilosoph

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