„Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.“ Khalil Gibran

Der im heutigen Libanon geborene und in New York gestorbene Literat, Philosoph und Künstler ist wohl der bekannteste Schriftsteller des Orients in der westlichen Welt. Er versuchte stets den Sufismus mit der christlich geprägten Philosophie zu versöhnen. Seine Werke, vor allem sein Hauptwerk „Der Prophet“, findet noch heute weltweit eine riesige Fangemeinde, die von der blumigen, metaphorischen und poetischen Sprache tief beeindruckt ist.

Der hier zitierte Satz zeigt auf, dass Vertrauen nicht über das Denken erschlossen werden kann. Vertrauen ist ein Gefühl und folgt so dem Herzen. Wir können uns noch so sehr anstrengen, aber unser Denken reicht nicht aus, um die vollständige Tiefe des Wortes und des Gefühles der Vertrautheit zu erklären. Vertrauen ist stets ein Vorschuss auf zukünftiges Verhalten. Denn Vertrauen gilt nicht nur für den Augenblick, sondern ist in der Regel ein Gefühl, dass wir auf längere Zeit generalisieren. Wir verlieren unser Vertrauen erst, wenn es mehrmals enttäuscht wurde und selbst dann sind wir uns nicht sicher, ob der Entzug des Vertrauens berechtigt ist oder nicht. Wir können häufig nicht erklären, warum wir dem einen vertrauen, dem anderen aber nicht. Es entzieht sich unserer Kenntnis. In jedem Seminar zum Thema Positive Kommunikation stelle ich den Teilnehmern eine Aufgabe, in der sie erklären müssen, ob sie den anderen vertrauen, noch nicht vertrauen oder nicht vertrauen. Da ich diese Übung stets am Anfang des Seminars durchführe, passiert in 90 % aller Fälle das Gleiche. Der Großteil (ca. 70 – 80%) der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählt die Aussage: „Ich vertraue dem anderen noch nicht“. Denken Sie mal kurz darüber nach, was dies eigentlich bedeutet. Welchen Schluss ziehen Sie aus dieser Erkenntnis? Was hätten Sie geantwortet?

Ich sage diesen „Noch-nicht-Vertrauern“ immer, dass sie Lügner seien. Dieser Schock sitzt meist tief und sie sehen mich daraufhin völlig irritiert an. Wissen Sie warum ich jene Menschen als Lügner bezeichne? Sie haben Recht, es sind eigentlich keine Lügner, sondern Heuchler, noch schlimmer, oder? Und dennoch ist es so, denn sie versuchen, sich mit der Karawane des Denkens dem Phänomen Vertrauen zu nähern. Tatsächlich ist es so: Entweder Sie vertrauen jemandem oder eben nicht. Es gibt in diesem Kontext kein „noch nicht“. Denn noch nicht, bedeutet das Gleiche wie „Ich vertraue dir/Ihnen nicht“. Vielleicht haben Sie fünf Minuten Zeit darüber nachzudenken. Vielleicht kommen Sie auch zu einer ganz anderen Erkenntnis, dann freue ich mich auf Ihre Sicht der Dinge.

Ich wünsche Ihnen heute eine große Oase des Herzens und viele Menschen, die Ihnen vertrauen.

Ihr Glücksphilosoph
Happy Me - Der Glücksphilosoph

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