Viele Menschen nehmen sich Anfang des Jahres vor, sich und ihre Umgebung grundsätzlich zu ändern. Meist gelingt ihnen dieser Wandel nur für wenige Tage oder Wochen und danach sind sie wieder im alten Trott und machen so weiter wie bisher.

Gerade dieses Phänomen beschäftigt Menschen immer wieder und sie stellen sich die Frage, warum jemand genau weiß, was richtig wäre und trotzdem anders handelt. Die Erklärungsmodelle reichen von sehr einfachen Reiz/Reaktions-Muster-Hinweisen bis zu systemisch, kybernetischen Modellen.

Ich gehe davon aus, dass jedes Erklärungsmodell einen Teil der Wahrheit beleuchtet. Natürlich stimmt es, dass wir irgendwann gelernt haben auf gewisse Reize mit immer derselben Reaktion zu antworten. Jeder, der einen Raucher fragt, warum er raucht, wird hören, dass das Rauchen so entspanne oder einfach nach einem guten Essen dieses gute Gefühl verstärke. Jetzt kann mir keiner ernsthaft erklären, dass eine Zigarette die Geschmacksnerven so richtig schön liebkost.

Auch die Idee der systemisch, kybernetischen Sichtweise auf Verhaltensmuster und deren Entstehung bzw. Aufrechterhaltung hat viel Wahres. Denn die Idee, dass in jedem System den Einzelteilen gewisse Funktionen zugeordnet sind und dass ein solches System alle Teile braucht, um sein Gleichgewicht zu erhalten, scheint sehr logisch und folgerichtig zu sein.

Genau dieses Streben nach Gleichgewicht allerdings stört sehr häufig die Veränderung des Einzelnen. Denn eine Veränderung des Einzelnen verändert auch das System und bringt es somit aus seinem Gleichgewicht. Das neue Verhalten ist logischerweise mit einer gewissen Unsicherheit und einem Risiko behaftet und schon deswegen stört es das Gleichgewicht eines Systems erheblich. Dieses Streben nach Gleichgewicht kennt allerdings auch jeder Mensch, was in der Regel zu Angst und Unsicherheit führt. Diese Angst oder Unsicherheit vor der Veränderung scheint häufig größer zu sein, als das Unbehagen des alten Verhaltens.

Angst ist zwar immer ein schlechter Ratgeber, allerdings darf man Angst nicht in seiner Gänze verurteilen. Erfüllt sie doch nach wie vor auch eine positive Aufgabe. So sind wir im Angstzustand meist aufmerksamer, vorsichtiger und achtsamer. Also Angst an sich ist weder schlecht noch gut. Sie wird erst zu einem Hindernis, wenn sie uns davon abhält, notwendige Risiken und Veränderungen einzugehen und wenn sie zu unflexiblem Handeln führt. Es bedarf also einer hohen Flexibilität, um auf Situationen angemessen und angepasst zu reagieren.

Die Idee der positiven Kommunikation setzt auf sprachliche und Verhaltensflexibilität. Denn es ist immer besser mehr Wahlmöglichkeiten zu haben, als ganz wenige. Wenn wir in Situationen nur eine Reaktionsmöglichkeit haben, dann haben wir ehrlich gesagt keine Wahl. Wir reagieren wie ein triebgesteuertes Wesen oder wie eine Reiz/Reaktionsmaschine. Positive Kommunikation versucht genau da den Hebel anzusetzen und bietet in der Regel zwischen 3 und 4 verschiedene Verhaltens- oder Sprachalternativen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Sie mit positiver Kommunikation zu einem flexibleren Menschen werden, ohne in Beliebigkeit zu versinken. Natürlich stimmt die These des radikalen Konstruktivismus, dass wir die Wirklichkeit nie erkennen können und auf Abbilder der Realität reagieren. Dies bedeutet aber nicht, dass wir versuchen müssen, unsere Landkarte so nah wie möglich an die Realität anzupassen. Schon deswegen ist es besser und sinnvoller über mehrere Erklärungs-und Verhaltensmöglichkeiten zu verfügen.

Genau diese Vielfalt bietet Ihnen die positive Kommunikation, die dazu noch einer einfachen ethischen Grundregel folgt: „Denke immer daran, dass dein Gegenüber ein Mensch mit Gefühlen ist und Wertschätzung verdient.“ Wenn Sie diese ethische Grundregel der positiven Kommunikation beachten und sich gleichzeitig stets um Verhaltensflexibilität bemühen, dann macht Veränderung keine Angst mehr, sondern ist nur ein Puzzleteil mehr in Ihrem Weltbild. Sie sehen dann, dass es in den wenigsten aller Fälle ein Schwarz oder Weiß, ein Richtig oder Verkehrt gibt. Sie werden mit mehr Spaß und Mut neue Verhaltensweisen einfach ausprobieren, da Sie nicht gezwungen sind, auf Ihre bisherigen zu verzichten, sondern erkennen, dass die neuen eine Ergänzung und eine zusätzliche Verhaltensmöglichkeit bieten. Der konsequente Einsatz der positiven Kommunikation, ob mit anderen oder mit sich selber, führt wie von selbst zu einer neuen und positiven Sichtweise auf Veränderungen und neue Herausforderungen.

Happy Me - Der Glücksphilosoph

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