Wir alle wissen, dass es keine ideale Kommunikationsstrategie gibt, die für alle Menschen und in allen Situationen einsetzbar ist. Deshalb setzt die Positive Kommunikation auch auf Vielfalt statt Einfalt. Flexibilität ist das Kennzeichen der Positiven Kommunikation.
Die Menschen kommunizieren nicht immer gleich. Es macht einen großen Unterschied, mit wem wir in welchem Zusammenhang und mit welchem Ziel in Kontakt treten. Um allerdings nicht alles der Zufälligkeit und der Subjektivität zu überlassen, hat es sich bewährt, verschiedene Aspekte der Kommunikation näher zu betrachten und zu analysieren.
In diesem Artikel werde ich Ihnen die Kommunikationsstile nach Schulz v. Thun vorstellen und deren praktische Anwendung im Bereich der positiven Kommunikation aufzeigen. Ich werde aber auch aufzeigen, wo Schulz von Thun meiner Meinung nach mit einer Unschärfe in der Begrifflichkeit arbeitet, die aus Sicht der Positiven Kommunikation anders bestimmt wird.

Viele Menschen glauben, dass es negative und positive Kommunikationsstile gibt und gehen deshalb davon aus, dass es wichtig wäre, die vermeintlich positiven Stile zu fördern und die „negativen“ auszumerzen. Nach meiner Auffassung von Positiver Kommunikation gibt es weder positive noch negative Kommunikationsstile und –muster. Denn jeder Kommunikationsstil hat in gewissen Situationen seine Berechtigung und ist dann auch äußerst hilfreich. Allerdings unterliegen wir gerade hier einem der am meisten verbreiteten Kommunikationsirrtümern, der ein linguistisches Problem darstellt.

Da unsere Sprache meist auch ein Werturteil enthält und wir mit bestimmten Worten und Formulierungen auch immer eine Wertvorstellung verbinden, führt dies zu einer Polarität, die de facto nicht besteht. Selbst dem radikalen Konstruktivismus ist es nicht gelungen, diese menschliche Denkgewohnheit zu verändern, so notwendig dies auch wäre. Genau dieses Dilemma findet sich natürlich auch bei Schulz v. Thun und in seiner Beschreibung der Kommunikationsstile.

Er benutzt bewusst oder unbewusst Begriffe, die bei uns positive oder negative Assoziationen auslösen. Denn ich gehe davon aus, dass nur wenig Menschen bedürftig-abhängig sein wollen oder aggressiv-entwertend. Wohingegen natürlich helfend und selbstlos bei vielen eine positive Konnotation besitzt. Sie sehen also, dass hier die Wortwahl schon unsere Einstellung zu den Kommunikationsstilen beeinflusst und wir schon eine Art „hitliste“ der sozial erwünschten Stile aufstellen. In meinem Onlineseminar „Die Geheimnisse der erfolgreichsten Kommunikatoren“ lernen die TeilnehmerInnen, wie Sie dieses Phänomen vermeiden oder gezielt einsetzen können.

Außerdem bitte ich, bei aller Neigung des Menschen zum Schubladendenken, das uns in gewisser Weise auch eine schnelle Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt ermöglicht, diese Kommunikationsstile nicht als Schubladen zu benützen, denn niemand lässt sich nur auf seinen momentanen Kommunikationsstil reduzieren.

Vorsicht, wenn Sie Formulierungen wie: „Jetzt bist du aber wieder selbstlos, aggressiv entwertend, oder beweisend!“ hören oder selbst verwenden. Nutzen Sie besser Formulierungen, die weniger wertend und vor allem weniger auf die Identität des Gegenübers abzielen. „Dein Kommunikationsverhalten würde ich heute als aggressiv abwertend, bedürftig abhängig, helfend etc. beurteilen“, scheint mir als Formulierung im Sinne der positiven Kommunikation nützlicher zu sein. So, nun geht es aber endlich zu den 8 Kommunikationsstilen nach Schulz v. Thun:

  1. Der bedürftig-abhängige Stil
  2. Der helfende Stil
  3. Der selbst-lose Stil
  4. Der aggressiv-entwertende Stil
  5. Der sich beweisende Stil
  6. Der bestimmende-kontrollierende Stil
  7. Der sich distanzierende Stil
  8. Der mitteilungsfreudig-dramatisierende Stil

Hier geht es zu Teil 2 des Artikels


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