Ein Vater aus Brandenburg, sollte unter Androhung von Zwangsgeld dazu gezwungen werden, sein uneheliches Kind zu treffen, obwohl der verheiratete Mann davon ausging, dass seine Ehe dadurch in Gefahr sei.

In einer Verhandlung im November 2007 hatte selbst die Bundesjustizministerin Zypries Zweifel, ob das angedrohte Zwangsgeld in Höhe von 25.000 Euro hier gerechtfertigt sei. Der jetzt 9-jährige Junge, der im Moment in einer Familieneinrichtung in Brandenburg lebt, hat seinen Vater nie gesehen. Dieser hat zwar die Vaterschaft anerkannt und zahlt seine Alimente, allerdings will er den Sohn nicht sehen. Nach § 1684 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) hat ein Kind zwar „das Recht auf Umgang“ mit seinem leiblichen Vater und dieser ist zugleich „zum Umgang mit dem Kind verpflichtet“, allerdings muss das Kindeswohl im Vordergrund stehen. Weil es dem Kindeswohl nicht dient, hat das Bundesverfassungsgericht heute entschieden, der Umgang kann nicht erzwungen werden.

((Aktenzeichen: Bundesverfassungsgericht 1 BvR 1620/04)

Hier meine Meinung dazu:

Also ich verstehe überhaupt nicht, wie ein Richter in solch einem Fall ein Zwangsgeld erlassen kann, denn was macht es für einen Sinn für ein Kind, wenn es seine Eltern nur unter Androhung von staatlicher Gewalt sieht. Dieser Fall zeigt allerdings auch, das sich Eltern ihrer pädagogisch, psychologischen Verantwortung entziehen. Erziehung von Kindern ist anstrengend. Demokratische Erziehung von Kindern noch viel mehr, denn die Eltern müssen bereit sein zu diskutieren zu argumentieren, zu erklären und im Zweifelsfall auch zu akzeptieren, dass das Kind eine andere Meinung hat und diese auch durchsetzen will. Erziehung zu selbständigen und glücklichen Menschen macht Mühe und setzt Toleranz voraus. Die Eltern sind eben nicht per Definition Autoritäten, sondern sie werden durch die Kinder anerkannt. Es führt zu Diskussionen und nicht zu einem Kadavergehorsam oder Respekt, Achtung und Einhaltung von Regeln durch Druck und körperliche oder psychische Gewalt. Alle Sozialpsychologischen Studien belegen eines: „Wenn die Einsicht und die Akzeptanz einer Regel oder Norm erkannt wird, dann benötigt man auch keine Überwachung und Kontrolle.“

Ich hatte die Freude mit meinem 14-jährigen Sohn und 2 Freunden den Film „Die Welle“ zu anzusehen und zu sehen, wie die Teenager noch Tage danach auf ihre Art damit beschäftigt waren, das gesehene einzuordnen. Überhaupt war der Besuch meines Sohnes mit einem Freund und einem kürzlich dazugekommenen Cousin sehr erhellend für mich und meine zweite Frau. (Christopher ist mein Sohn aus erster Ehe.) Die Kids denken viel mehr nach über sich und ihre Aktivitäten. Das Thema Schule bleibt in solch einem Alter nicht aus und die Kommentare der Jungs waren für mich überraschend. „Was soll ich mich über die Lehrer beschweren, wenn ich zu faul bin und deshalb schlechte Noten bekomme“, war ein Kommentar zum Thema Lehrerbashing. Es gibt auch noch Bespiele von gelungener Erziehung und von Jungendlichen, die sich Ihrer Mitverantwortung bewusst sind.

Ich kann nur alle Eltern auffordern, den etwas schwierigeren Weg der demokratischen, selbstbestimmenden Erziehung zu gehen. In Abwandlung eines Zitates von Karl Valentin: „Erziehung ist eine sehr schöne Sache, sie macht nur viel Arbeit“.

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