Keine Sorge, ich bin nicht unter die Universums-Wünscher und sonstige Heilsversprecher gegangen. Ich habe nur einen Artikel bei Spiegel Online gelesen. Der Titel war: Phantasie und Relität: Einbildung beeinflusst das Sehen.

In diesem Artikel beschreibt der Spiegel die Ergebnisse einer Studie von Joel Pearson von der Vanderbilt University in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee). Pearson hat diese im Magazin Current Biology zusammen mit Colin W.G. Clifford veröffentlicht. Die Erkenntnisse lassen sich relativ schnell zusammenfassen: Es ist schon lange bekannt, dass sehr starke und emotionale, visuelle Reize unsere Wahrnehmung beeinflussen. Worauf wir uns konzentrieren, das sehen wir auch. Jeder kennt dieses Phänomen. Wir interessieren uns für ein bestimmtes Auto und tatsächlich sehen wir dann auf der Strasse wesentlich häufiger als zuvor genau dieses Auto fahren. Pearson und Clifford haben jetzt herausgefunden, dass dieses Phänomen auch bei einer Phantasie funktioniert. Es reicht, sich etwas nur einmal vorzustellen und schon beeinflusst es unsere weitere visuelle Wahrnehmung. „Wir haben herausgefunden, dass die Einbildung eine Kurzzeit-Spur im Gedächtnis hinterlässt, die künftige Wahrnehmungen beeinflussen kann“, beschreibt Joel Pearson die Erkenntnisse. „Diese Erkenntnisse sind wichtig, weil sie auf einen potentiellen Mechanismus hinweisen, mit dem Erwartungen oder Erinnerungen die Wahrnehmung selbst verändern können“, schreiben die Forscher.

Diese Studie bestätigt die These, dass unser Gehirn nur sehr schwer zwischen Vorstellung und tatsächlich Erlebtem unterscheiden kann. Die Sportpsychologie nutzt dieses Phänomen schon seit vielen Jahren. Immer wieder müssen sich zum Beispiel Golfspielerinnen und Golfspieler den optimalen Schlag visualisieren. Die Ergebnisse in diesen Bereichen sind äußerst beeindruckend. „Man sollte meinen, dass man sich etwas zehn- oder hundertmal vorstellen muss, bevor es eine solche Wirkung hat“, ergänzte Teammitglied Frank Tong. „Aber schon ein einziger Akt der Vorstellung kann beeinflussen, wie man die Welt sieht – unter den richtigen Bedingungen sogar auf dramatische Weise.“ Dies ist die wirklich neue Erkenntniss aus der Studie. Dies könnte auch eine Erklärung für den „Pygmalion Effekt“ sein. Die Studie zeigt auf alle Fälle eines: wir haben Einfluss auf unsere Wahrnehmung und auf unsere Weltsicht. Wir können zumindest einen Teil unserer Einstellungen und Überzeugungen beeinflussen und sind nicht nur Opfer unserer Biologie oder unserer Gene. Es bleibt die Hoffnung, dass viele Menschen die Chance nutzen und sich „ihre Welt“ durch ihre Phantasie etwas besser gestalten.

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