Softskills sind das Thema der letzten 10 Jahre. Jede Stellenausschreibung für Führungskräfte oder Führungskräftenachwuchs beinhaltet eine mehr oder weniger umfangreiche Aufzählung von Softskills. Begeisterungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Umsetzungs-Kompetenz, Konfliktfähigkeit und natürlich Emotionale Intelligenz sind gefordert.

In meinen nun mehr als 20 Jahren als Trainer, Berater und Coach höre ich immer wieder, dass gerade die Softskills oder die soziale Kompetenz trainiert, geschult oder gecoacht werden sollen. Wenn ich dann genauer nachfrage und es wegen einer gemeinsamen Zielvereinbarung ganz genau wissen will, dann stelle ich oft fest, dass selbst der Großteil der Führungskräfte, Personalverantwortlichen oder Unternehmerinnen und Unternehmer nur eine sehr vage Vorstellung hat, was das genau sein soll. Auf den Punkt gebracht, erwarten diese meist nur, dass jemand sich nicht als Querulant oder Egoist benimmt, dass er sich ab und zu Gedanken drüber macht, dass er oder sie nicht alleine auf der Welt ist und dass die Kunden einen höflichen, verbindlichen und hilfsbereiten Ansprechpartner wünschen. Also alles nichts übermenschliches, nichts, was ich nicht schon mit 3-17 Jahren gelernt hätte. Die Maxime meiner Kindheit: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg` auch keinem anderen zu“, scheint auch hier Gültigkeit zu haben.

Mein Lieblingsthema ist und bleibt nun mal die positive Kommunikation und ich analysiere Begriffe gerne ganz genau und mache mir viel Gedanken über die Verwendung der Begriffe und warum einige davon im Prinzip für den Businessalltag völlig fehl am Platz sind. Eines dieser Worte ist für mich schon immer Konflikt bzw. -lösung oder gar Konfliktfähigkeit gewesen. Schauen wir uns doch den Begriff ganz genau an. Laut Wikipedia: „Ein Konflikt (lat.: confligere = aneinandergeraten, kämpfen; PPP: conflictum) ist eine mitunter gewaltsame Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehreren Konfliktparteien und entspringt Tendenzen oder Absichten, deren gleichzeitige Verwirklichung den Konfliktparteien nicht möglich scheint.“ (Quelle Wikipedia)

So betrachtet strebe ich beim besten Willen keine Konfliktfähigkeit an. Natürlich können Sie mir jetzt vorhalten, ich müsse die Verwendung im heutigen Sprachgebrauch sehen und auch den Kontext berücksichtigen. Ist schon möglich, dass dies irgendjemand muss; ich muss gar nichts und darf vieles. Ich will damit nur sagen, dass es für mich im Business keine Konflikte gibt. Es gibt vielleicht Meinungsverschiedenheiten oder Differenzen in der Beurteilung von Situationen. Das ist ganz normal und ist sowohl im Privatleben als auch im Berufsalltag gegenwärtig und diese Situationen habe ich seit meiner Geburt immer wieder erlebt und werde dies wahrscheinlich auch den Rest meines Lebens immer wieder erleben.

Lassen Sie mich einen kurzen Ausflug in die Welt des emotionalen Wertes von Worten, Begriffen und Kommunikation machen. Überlegen Sie bitte kurz wie Sie sich fühlen, wenn ich Sie auffordere: „Denken Sie an einen Konflikt „.  Welche Bilder kommen bei Ihnen hoch, was oder wen können Sie hören oder welche Gefühle löst dieser Begriff bei Ihnen aus? Ich brauche kein Hellseher sein, um zu erahnen, dass das Wort Konflikt bei Ihnen ziemlich negative Gefühle und Erinnerungen wachruft. Wenn ich Sie jetzt allerdings auffordere, diese Situation mit voller Überzeugung als Meinungsverschiedenheit oder Dissens zu bezeichnen, werden sich Ihre Gefühle sehr schnell ändern. Sie werden andere, vielleicht nicht mehr so intensive Gefühle spüren und Ihre Erinnerung wird sich auch langsam verändern, Sie erhalten eine andere Sichtweise auf diese Situation. Dies ist die praktische Anwendung von positiver Kommunikation. Wie Sie gemerkt haben, lösen unterschiedliche Begriffe unterschiedliche Emotionen aus oder verändern die Sichtweise.

Wenn Sie das nächste Mal lesen, es wird jemand mit sozialer, emotionaler Intelligenz gesucht, die oder der auch alle notwendigen Softskills beherrscht, dann können Sie beruhigt sein, denn wenn Sie halbwegs normal sozialisiert sind, dann können Sie das alles und es gibt auch nichts, was Sie nicht lernen könnten.

Falls Sie aber trotz alledem noch das Gefühl haben, Sie müssen noch mal ein Coaching in positiver Kommunikation machen, dann senden Sie mir eine E-mail und ich melde mich sofort, versprochen.


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