Immer wieder werde ich gefragt, ob es eine Berufung für Jede und Jeden gäbe und – wenn dies so sei – ob es Methoden gibt, diese zu finden.

Wenn wir Viktor Frankls logotherapeutischen Ansatz folgen wollen, dann ist der Mensch auf der Suche nach dem Sinn, was ich in diesem Fall mit der Suche nach der Berufung oder der Frage nach dem „Warum“ unseres Daseins gleichsetzen will. Viktor Frankl geht in seinem Werk davon aus, dass der Mensch per se auf Sinnhaftigkeit ausgerichtet ist und ein nicht erfülltes Sinnerlebnis zu psychischen Störungen führt. In Anlehnung an die Bedürfnis- und Motivationspsychologie Maslows bleibt es allerdings umstritten, ob eine solche generelle Sinnausrichtung anthropoligisch dem Menschen immanent ist, oder eher eine Frage des Status und der Befriedigung der einzelnen Bedürfnisse unterliegt. Dies würde bedeuten, dass diese Frage sich eher in einer gesättigten, saturierten Gesellschaften und ihrer Mitglieder stellt.

Wie dem auch sei und welcher Philosophie man auch immer nahe stehen will, man kann sich das Leben vor lauter Berufungssucherei auch unnötig schwer machen. Ich kenne viele Menschen, die ständig auf der Suche nach Berufung sind und dabei das Hier und Jetzt vergessen. Sie leben in schon fast christlich, mystischer Form auf ein Berufungsparadies fixiert, welches ihnen das aus ihrer Sicht schmerzvolle jetzige Leben erträglicher macht. Ich bin ein Verfechter des positiven Realismus, was bedeutet, die Lage so zu sehen, wie sie ist. Sich dann zu überlegen wie man sie gerne hätte, um im alltäglichen Handeln und Leben dieser Idee ein Stück näher zu kommen. Ich weiß, diese Vorgehensweise verspricht keine sensationellen Erleuchtungserlebnisse, die einem das Gefühl der unbedingten und absoluten Glückseligkeit geben. Sie führt zu einer permanenten Überprüfung der eigenen Position und der Vision und ist ein lebenslanger Prozess, der nicht irgendwann zu vollster Zufriedenheit erledigt ist und man nach dieser Erledigung in Zukunft erleuchtet durch die Welt gehen kann.

Sie sehen also, ob Sie eine Berufung haben oder nicht, das Leben muss jeden Tag neu gelebt werden und hält immer wieder Herausforderungen bereit, die die eigenen Position ins Wanken bringen. Die momentane Finanzkrise zeigt auch, dass es Einflüsse auf unser Leben gibt, auf die wir keinen großen Einfluss haben, denn es sind globale Ereignisse, die jeder von uns nur sehr bedingt beeinflussen kann. Es gilt in diesen Zeiten eine Maxime: Sie wissen was Sie können und sollten sich auf Ihre Stärken besinnen. Denn gerade in Krisenzeiten ist es besonders wichtig, wie Sie mit Ihren Ängsten umgehen und wie es Ihnen gelingt, Ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Happy Me - Der Glücksphilosoph

Verdammt wie werde ich glücklich?

Im Newsletter sind immer wieder praktische Tipps zum Thema alltägliches Glück und Hinweise zu Gratiswebinaren oder Goodies, die dich bei deinem Weg zum Glück unterstützen.

Gratuliere du hast dich erfolgreich in den Newsletter eingetragen. Der erste Schritt zum alltäglichen Glück ist getan. Ich freue mich, dass du einen Stück deines Weges mit mir gehst. Mit positiven Grüßen - Michael