Die Daily-Soaps mit all ihren Abgründen und Intrigen sind Zuschauermagneten. Ähnlich wie in den Märchen unserer Kindheit, ist Gut und Böse schnell erkannt und ganz zum Schluss siegt das Gute doch und wir spüren Erleichterung und auch ein klein wenig Siegergefühle.

Carl Gustav Jung stellte den archetypischen Charakter von Märchen und Mythen fest und in der Tat scheint die Idee des Happy End so in unsere Seelen eingebrannt zu sein, dass dies zu einer Erwartungshaltung führt, die schon fast übermenschlichen Charakter hat. Immer wieder wird von Coaches, Motivationstrainern und anderen Lebenskünstlern postuliert: komme zu mir und danach geht die Zeit des Happy Ends an und wird nicht mehr enden! Wie eine tibetanische Gebetsmühle wird natürlich das Prinzip YING-YANG oder Negativ/Positiv beschworen, alle sind auf der Suche nach dem „absoluten Glück“, wie es Peter Licht bezeichnet, der einen eigenen Beitrag wert ist; dazu in einem der nächsten Artikel mehr. So motiviert, gehen die meisten Menschen mit einer Mischung aus Hoffnung und Glaube in Seminare und in Coachings. Jeder hofft auf das Happy End schon morgen und für immer. Aber wie kann es in einem Leben, das mit dem Tod endet, ein Happy End geben?

Ich weiß, aus christlich religiöser Sicht ist alles möglich, aber in den seltensten Fällen sind Seminare und Coachings auf eine religiöse Erlösung ausgerichtet. Es soll Ihnen natürlich nach einem Seminar oder Coaching mit mir besser gehen, das ist mein Ziel und auch meine Vision.Nur um ehrlich zu Ihnen zu sein, es funktioniert nicht nach einem Seminar oder einem Coaching. Dieses persönliche improvement oder aber auch der Changeprozess im Unternehmen ist keine Sache für einen Fast-Speed-Prozess, frei nach dem Motto: schnell da, schnell wieder weg und alles ist gut. Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der immer häufiger im Unternehmensalltag und auf Bilanzpressekonferenzen zu hören ist. Nachhaltigkeit bedeutet im Klartext eines: handeln, handeln und wieder handeln und das immer und immer wieder, jeden Tag und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Machen wir einfach mal ein Beispiel. Als Coach begleite ich viele Frauen und Männer über mehrere Jahre immer wieder. Zum Teil, wenn es sich um Geschäftsführer oder Führungskräfte handelt, treffen wir uns bei großen Changeprozessen einmal die Woche und besprechen die Aktivitäten, die wir umsetzen wollen und wie es getan wird. Je länger dieser Prozess dauert, um so deutlicher werden die Erfolge und die Vorteile eines nachhaltigen Veränderungsprozesses.

Um so mehr gilt es, bei persönlichen Veränderungsprozessen sich selbst auch Zeit zu geben. Diese Veränderungen gehen meist nur step-by-step, verlaufen häufig über Jahre und vieles kann oft erst nach einer gewissen Zeit richtig eingeordnet und umgesetzt werden.

Es ist für mich als Coach immer wieder eine Herausforderung, die Erwartungen mit der Realität in Einklang zu bringen. Weiters sehe ich es als meine Aufgabe, den Coachees auch bewusst zu machen, dass mit ihnen alles in Ordnung ist, wenn auch nicht immer alles sofort so klappt, wie sie es sich vorstellen.

Als Quintessenz lässt sich festhalten: auch wenn es das ultimative Happy End nicht gibt, ist es eine spannende und interessante Sache, sich auf den Weg zu machen und nicht wie Hape Kerkeling „dann mal schnell weg“ zu sein. Ich wünsche Ihnen, dass Sie immer bei sich sind und sich jeden Tag freuen, wieder ein Stück Richtung Happy End gegangen zu sein.

Happy Me - Der Glücksphilosoph

Verdammt wie werde ich glücklich?

Im Newsletter sind immer wieder praktische Tipps zum Thema alltägliches Glück und Hinweise zu Gratiswebinaren oder Goodies, die dich bei deinem Weg zum Glück unterstützen.

Gratuliere du hast dich erfolgreich in den Newsletter eingetragen. Der erste Schritt zum alltäglichen Glück ist getan. Ich freue mich, dass du einen Stück deines Weges mit mir gehst. Mit positiven Grüßen - Michael