happiness-dictator

Allwöchentlich (Mittwoch, 18 bis 20 Uhr) halte ich einen SkypeCast zum Thema „positive Kommunikation“ ab. Es ist für mich immer eine interessante Erfahrung, hier ohne Netz und doppelten Boden zu verschiedensten Bereichen der Kommunikation Stellung nehmen zu müssen.

Im Live-Internet gibt es kein Drum-herum-reden oder ein Sich-durchwurschteln. Bei mehr als 200 Teilnehmern im Laufe eines Casts, bleibt mir keine andere Möglichkeit, als dafür zu sorgen, dass die Antworten helfen und sitzen und neben der oder dem Betroffenen noch 199 Anderen die Sicherheit geben: „der weiß wovon er spricht und seine Tipps und Tricks die funktionieren wirklich.“

Letzen Mittwoch hatte ich das Thema: „Hilfe, ich schaffe es nicht – wie kann ich meine Kommunikation verbessern“.

Der Cast lief gut die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren engagiert und hatten viele interessante Beiträge. Eine junge Dame engagierte sich sehr und verblüffte mich, als sie mir ihre kommunikative Herausforderung schilderte. Sie habe erhebliche Schwierigkeiten, ihre negativen Gefühle zu artikulieren und sie zu benennen. Dies führe häufiger dazu, dass sie das Gefühl habe, ihr fehle etwas oder sie könne sich nicht wirklich richtig artikulieren und würde sich in einer Art Überforderung oder Irritation zeigen. Sie habe das Bedürfnis, es Menschen, die „gut“ zu ihr sind, nicht zu enttäuschen und sage deswegen häufiger „Ja“, obwohl es sinnvoller wäre „Nein“ zu sagen.

Ich kenne aus meiner täglichen Coachingpraxis natürlich Menschen, die ein Defizit darin habe, ihre Gefühle auszudrücken und im richtigen Moment „Nein“ zu sagen. Deshalb wollte ich es genau wissen und fragte nach, wie es denn mit den positiven Gefühlen wie Freude, Liebe, Zuneigung, Mitgefühl oder Ekstase stehe. Die noch verblüffendere Antwort kam jetzt. „No Problem“, sagte sie: „das war bei uns in der Familie Pflichtprogramm.“ Um die Geschichte kurz zu machen; in ihrer Familie galt es als unpassend, seine schlechte Laune, den Frust oder gar Wut zu zeigen. Wenn sie schlechte Laune hatte, wurde sie umgehend zum Spiegel zitiert und ihr wurde erklärt, dass sie hässlich aussehe, so negativ wie sie im Moment sei.

Wie Sie an diesem Beispiel sehen, kann es auch zuviel „positive Stimmung“ geben. In diesem Fall führte die rigide Haltung der Familie dazu, dass aus einem „Gut gemeint“ leider ein „Schlecht gemacht“ wurde. Deshalb stelle ich schon seit Jahren immer wieder klar, dass es keine Lösung ist, immer alles positiv zu sehen und wehre mich gegen Empfehlungen wie: „Verbanne alle negativen Menschen aus Deinem Leben“ oder „Alles hat einen positiven Aspekt“. Natürlich ist es nützlich, nicht immer alles schwarz zu sehen, allerdings sind sowohl die positiven als auch die negativen Emotionen (Handlungsbedarfssignal) wichtig im Leben eines Menschen. Und wenn die Diktatur des Positiven solche Folgen hat, wie im beschriebenen Beispiel, dann fühle ich mich bestätigt in meiner Meinung: „Jede einseitige Lebensphilosophie macht unglücklich und hinterlässt psychische Defizite.“ In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine ausgewogene Zeit und denken Sie immer daran:

„Sie sind liebenswert und wertvoll, so wie Sie sind.“

Happy Me - Der Glücksphilosoph

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