„27 Milliarden Euro geben Firmen pro Jahr für Weiterbildung aus – rausgeworfenes Geld, sagt der Insider Richard Gris. Ein Gespräch über die Unmöglichkeit, sich zu ändern und inkompetente Chefs.
Interview: Julia Bönisch

So klingt der Einführungstext für ein Interview mit „Richard Gris“, welches die Süddeutsche Online veröffentlicht hat.

Hier nun einige Anmerkungen von mir: Es ist für mich schon interessant, dass Herr Gris nicht wagt, mit seinem richtigen Namen ein Buch zu veröffentlichen. Seine Begründung lautet:

„Mein Verhalten wird von einigen in der Branche als geschäftsschädigend angesehen. Ich will aber auch weiterhin als Trainer arbeiten – da ist es sicherer, wenn meine Auftraggeber und Kollegen nicht wissen, wer das System anprangert.“

Er arbeitet also nach dem Motto: – „Ich weiß, dass meine Arbeit nichts bringt, aber ich mach weiter so, schließlich muss ich ja auch meinen Lebensunterhalt irgendwie bestreiten.“ Dieses Verhalten zeugt von einem „erwachsenen Menschen“, der über ein hohes Moralverständnis verfügt. 😉 (Achtung Ironie) Wenn man das Interview unter dem Aspekt der Selbstoffenbarung nach Schulz v. Thun lesen will, dann ist dies sicherlich ein interessanter Ansatz.

Außerdem verwechselt Herr Gris des öfteren Ursache und Wirkung. Denn das Coaching oder die Weiterbildung funktioniert nicht per se schlecht oder gar nicht, sondern die Anforderungen und Erwartungen von Unternehmen, Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sind oft völlig fehlgesteuert. In drei Tagen zum Führungsprofi oder in einer Woche zum Top-Verkäufer kann nicht funktionieren. Es bedarf auch bei der Weiter- und Fortbildung der vielbeschworenen und selten umgesetzten Nachhaltigkeit.  Allerdings bedeutet dies für Trainer, Coaches und wie man sich auch immer nennen will auch, den Unternehmen reinen Wein einzuschenken und zu sagen: solche Coachings oder Seminare mach ich euch nicht, denn die bringen mir und euch nichts und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am allerwenigsten. Das ist professioneller Umgang mit Auftraggebern und nicht: ich weiß was, verrate es aber nicht, denn ich will ja mit dir meine Brötchen verdienen. Die Motivation des Psychologen Gris für den Trainerberuf sei es gewesen, etwas zu verändern. Wenn dem so sei, sollte er sich bei solch einer negativen Diagnose seiner bisherigen Arbeitsleistung vielleicht überlegen, den Beruf zu wechseln.

Die Forderung nach Coaching am Arbeitsplatz kann ich nur bestätigen. Diese Art zu coachen nutze ich seit fast 10 Jahren und sie ist nachweisbar erfolgreich. Natürlich ist es die Aufgabe eines Coaches, die Verhaltensweisen der oder des Gecoachten zu erweitern. Das heißt eben auch, dass der „autoritäre“ Stil nicht per se in jeder Situation und immer schlecht ist, und das der „demokratische“ Führungsstil nicht automatisch die beste Wahl ist, um nur ein Beispiel aus dem Interview zu nehmen. Flexibilität und die Konsequenzen des Verhaltens abzuschätzen, dies sind sehr wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten für Menschen im Berufsleben. Coaching bringt viel für Menschen und Unternehmen, die bereit sind, dauerhaft in die Personalentwicklung mit System und Verstand zu investieren. Ich kann mich nicht beklagen, meine Kundinnen und Kunden sind veränderungswillig, wollen dazulernen und sagen mir ehrlich, was sie von meiner Arbeit halten. Weniger Psychogeschwafel und mehr von einer verständlichen und nachvollziehbaren Sprache sind die unabdingbare Voraussetzung für ein Begegnen auf gleicher Augenhöhe. Fazit ist für mich: „Schlechte Coaches, Psychologen und Trainer sind Heuchler – gute Coaches sind offen, ehrlich und erfolgreich.“

Happy Me - Der Glücksphilosoph

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